!MARCS young electronic magazine
AUSGABE: Juli 2003


Rubrik: STUFF

GEDANKEN: Traurige Erfahrung

Den Ausländern, denen geht es hier viel zu gut!


Diesen Satz hab ich vor ein paar Tagen von einer Bekannten gehört.

Die kommen hier nach Deutschland, bekommen alles gezahlt. Das fängt bei der Wohnung an und hört bei der Krankenversicherung auf. Und das Schlimmste: die ändern ja noch ihren Namen, dass man garnicht mehr erkennt, woher die kommen. Im Betrieb arbeiten sie nichts und machen alles kaputt. Abends sitzen sie nur in den Parks, so dass sich die normalen Bürger nicht mehr heraustrauen.

So ungefähr waren die Worte meinder Bekannten. Ich habe mich echt gefragt, ob sie sich schon mal mit den Menschen, die nicht in Deutschland geboren sind, auch nur eine Minute auseinandergesetzt hat. Sie weiß nur, wie schlecht es ihr geht, sie muss arbeiten, muss alles selbst zahlen! - In der Realität sieht das meiner Meinung nach nicht ganz so aus.

Geht es den Ausländern, die hier in Deutschland leben, wirklich so gut? Ich habe die traurige Erfahrung gemacht, dass viele Ausländer hierher gekommen sind und eine Wohnung bekommen haben. Aber das war es dann auch gewesen. Sie fühlen sich bis heute nicht heimisch.

Wer beschäftigt sich schon mit ihnen, außer ein paar Wenigen. Wo sollen sie Deutsch lernen, wenn niemand was mit ihnen zu tun haben will? Ich denke, die Situation vieler Ausländer ist ziemlich schlimm: sie leben abgestempelt in Außenvierteln der Städte und haben kaum soziale Kontakte zu Einheimiachen.

Sollte wir ihnen nicht einmal die Chance geben, sich zu etablieren und sich zu integrieren? Ich denke wir können viel von diesen Menschen lernen, denn Lebenserfahrungen haben sie bestimmt zu genüge. Wir sollten wirklich einmal offen sein, auf die Menschen zugehen und Freundschaften schließen, denn in freundschaftlichem Verhältnis lebt es sich viel besser!


Autor: michi
Erstellt am: 2003-06-27